vollendeter biergenuss? craft beer. eine verkostung.

craft beer. in aller munde. auch in unserem. da darf die frage erlaubt sein:

seifenblase, strohfeuer oder heiliger gral des bieres?

wir stellen die probe aufs exempel. und sind erstaunt. hinter dem titel ‚craft bier‘ versteckt sich ein ganzes geschmacks-universum, und nicht nur für bier-fans. wir haben ordentlich gestestet, und uns für diese vier biere entschieden, um sie mit in unsere barkarte aufzunehmen. wir sind der meinung, craft beer hat ganz eindeutig einen dauerhaften platz dort verdient. nicht als massen-von-hektolitern-produkt. sondern als hochinteressante erweiterung für ganz besondere momente. lasst es euch auf der zunge zergehen.

 


 

1. East India Pale Ale von Brooklyn Brewery. 14_Brooklyn_EastIPA_Snapseed

India Pale Ale wurde im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien gebraut. Um die langen Seefahrten zu überstehen, wurde das Bier, ein Pale Ale, mit hoher Stammwürze und unter starker Zugabe von Hopfen direkt im Lagergefäß gebraut. Dies verlieh ihm die starke Bitternote und machte es haltbar.

Verkostungsnotiz: Die Farbe von appetitlichem Honig, klar, mittelstarke Schaumbildung. Ansprechendes Bukett mit Honig, Zitronengras, getrockneten Früchten und einer aparten Spur Vanille und Banane. Schäumt im Mund lebhaft auf, teilt dann großzügig Aromen von Aprikose und anderen Steinfrüchten auf, unterlegt sie mit einer kaum spürbaren Caramel-Süße, der eine ausgleichende Herbheit gegenwirkt, die auch das Finish bestimmt.


 
2. Colonia von Braufaktum.01_Braufactum_Colonia_Snapseed
Dieses obergärige Bitterbier wurde nach „Rheinischer Brauart“ hergestellt. Es weist traditionell angenehme, durch die Kalthopfung hervorgerufene Hopfenaromen auf und hat eine ausgewogene Bitternote.
Verkostungsnotiz: Intensive goldgelbe Farbe, starke Schaumbildung. Sehr frischer Duft mit floralen Noten und Honig. Trocken im Geschmack, leichtes Mousseux. Präsentiert sich vielschichtig: Anklänge von Ananas, Zitrusaromen und Mango werden von deutlichen Bitternoten unterlegt, die in eine cremige Textur gekleidet sind. Die Länge wird von Herbheit getragen.

3. Darkon von Braufaktum.07_Braufactum_Darkon
Das klassische Schwarzbier hat seinen Ursprung in Thüringen und Braunschweig. Ein außergewöhnlich dunkles, untergäriges Bier mit markantem Bitterschokoladengeschmack. Es diente auch als Vorbild für die in Japan produzierten Schwarzbiere. Doch die schwarze Bierspezialität droht als Randsorte unterzugehen. Der Brauvorgang ist sehr kompliziert und der Einfachheit halber wird oft ein hoher Anteil heller Malze verwendet, was auf Kosten des Aromas geht. Zudem wird durch die hohe Vergärung das Bier oft zu trocken.

Verkostungsnotiz: Schwarzbraun mit goldenem Rand und mittlerer Schaumbildung. Duftet nach Malz und Schokolade, leicht geräuchert und verwegen nach Sattelleder. Zeigt ein unaufdringliches Mousseux und ein erstaunlich kräuteriges Aroma im Geschmack, unterlegt von einer hefigen Komponente. Ein sehr offenherziger Typ. Die Bitternoten tragen lange.


4. Special Belge von PALM15_Palm_PalmSpecialeBelge_Snapseed
Belgisches Ale ist in seinem Malz- und Hefecharakter aromatischer und würziger als ein klassisches Pale Ale, bei dem eher die Hopfennote dominiert. Es hat einen Stammwürzegehalt von 12 Prozent bei gemäßigten 5 Prozent Alkohol – ein Bier wie geschaffen für den Alltag.
Verkostungsnotiz:
Dunkle altgoldene Farbe mit kupferfarbenen Reflexen, starke Schaumbildung, hält sich lange. Hefige Noten steigen in die Nase, gefolgt von Getreide, Malz und Sauerteig, sowie einer milden Caramelnote begleitet von einer zarten Quittenfrucht. Tritt im Mund milde auf, aber intensiv und ausdrucksstark. Zeigt eine sehr gute Struktur, angeführt von einer hefigen Linie, die auch den ausgedehnten Nachhall anstimmt. Schmeckt süffig und im positiven Sinn gefällig.


Quelle: www.braufaktum.de

 

 

 

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