Spicy, spritzig und modern. Eine kurze Erklärung zum Moscow Mule.

Wie er schmeckt, weiß mittlerweile jeder. Gut. Sehr gut. Vor allem traditionell serviert in der Kupfertasse.

Wir wollen hier nicht über den Geschmack referieren sondern dir einen kurzen Einblick in seine Geschichte geben.

Die ist tatsächlich einmalig, da sie mehr auf Marketing als Mixology beruht:

Imn Jahre 1939 wurde die Firma Smirnoff an die Amerikaner verkauft. Der neue Geschäftsführer John Martin stand nun vor der schwierigen Aufgabe, eine Taktik zu finden, auf US-Boden Vodka mit Whiskey in den Boxring zu schicken, ohne dass dieser in den ersten zehn Sekunden k.o. ging. Ihm war bewusst, dass Vodka gemixt werden musste um die wählerischen Amis zu überzeugen. Also setzte er sich mit Jack Morgan, dem Besitzer der überbekannten Cock’n’Bull Bar in Los Angeles, zu einem Brainstorming zusammen.

Dieser hatte akut das Problem eines massiven Überschüsses an home-brewed Ginger Beer, da die meisten Amerikaner zu dieser Zeit bedauerlicherweise Ginger Ale bevorzugten. Nach etwas thinking and drinking kamen sie auf die glorreiche Idee des Moscow Mule, welcher ihrer beider Produkte gemeinsam mit etwas Lime Juice vereinte. Sie brauchten aber mehr als lediglich einen etwas besseren Longdrink, um diese Mixtur beliebt und marktfähig zu machen.

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Zufälligerweise erbte Ozaline Schmidt, Jack Morgans derzeitige Lebensabschnitts- gefährtin, eine Kupfer Fabrik. Sie inspirierte das Team zu einer Massenbestellung an Kupferbechern mit einer Gravur des Namens des Drinks.

Somit erhielt er sein unverwechselbares und attraktives Äußeres. Natürlich ist ein Kupferbecher nicht verpflichtend, um den Drink zu genießen. Aber das Metall hält den Drink tatsächlich kälter als ein Glas es vermag und seien wir mal ehrlich – er sieht verdammt gut aus. Und wir stehen nun mal auf gut aussehende Drinks!

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Noch ein kurzer Exkurs, der sich doch noch auf den Geschmack bezieht: falls du dich fragst, wieso das Ding Moscow Mule heißt… Mule heißt übersetzt Maulesel. Und der Biss des Ginger Beers und der Kick des Vodkas dürften für den Rest selbsterklärend sein.

In diesem Sinne: Cheers to that.

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