Neues aus dem Gin-Regal

Wir nehmen uns die Zeit, Euch unsere neuesten Lieblings-Gins vorzustellen. Darunter sicher auch ein paar altbekannte – die allerdings vielleicht etwas ins Abseits gedrängt wurden durch die menge an Gin-pilzen, die allerorten aus dem boden schießen.

los gehts.

1. GIN SUL

In der Altonaer Spirituosen Manufaktur wird der einzige in Hamburg destillierte Gin mit viel Liebe von Hand gefertigt. Doch seine Wurzeln hat GIN SUL fast 3000 km weiter südlich: An der rauen COSTA VICENTINA im Südwesten Portugals.

Die Botanicals für seinen Gin bezieht Gründer Stefan Garbe nämlich aus dem Land, in dem er mit seiner Frau zusammen ursprünglich seinen Traum von einer Ginbrennerei verwirklichen wollte. Der Traum von Portugal zerplatzte, der vom eigenen Gin nicht. In Garbes Altonaer Spirituosen Manufaktur entsteht seit November 2013 der Gin Sul, der im Stil eines New Western Gin den Wacholder zwar aromatisch mitklingen lässt, aber auch deutliche andere Akzente setzt.

11813476_470472406447889_1385988402880058454_nBotanical Zistrose

 

Große, dickschalige Zitronen der Westalgarve, frischer Rosmarin, Piment, Koriander, Lavendel und Zimt sind einige der insgesamt 14 Botanicals, die den Gin Sul neben dem Wacholder geschmacklich prägen. Und dann ist da vor allem Zistrose, genauer gesagt Lack-Zistrose. Im Mittelmeerraum sind die Zistrose-Sträucher weit verbreitet und bekannt für den würzig-harzigen Geruch, den sie verbreiten. Wer jedoch meint, die zierlichen Blüten seien die Quelle dieses Aromas, der irrt. Es entspringt den Blättern oder vielmehr dem Harz, das die Blätter absondern. Ladanum heißt es und wird schon seit Jahrhunderten als Parfum, aber auch als Heilmittel eingesetzt. Eben diese Blätter der Zistrose sind es, die dem Gin Sul eine ganz besondere und eigene Note verleihen.

Keine klassische Geschmackskomposition

Die meisten Botanicals für den Gin Sul werden mazeriert und kommen direkt in die Destillierblase, um die Aromen an den Alkohol zu übertragen, doch einige, wie die frischen Zitronenschalen, der Rosmarin und auch Rosenblätter, werden bei der Destillation auf einem Geistkorb den aufsteigenden Alkoholdämpfen ausgesetzt und geben ihren Geschmack auf diese Weise schonend an den Gin Sul ab. So erhält er ein komplexes und außergewöhnliches Geschmacksbild, das sich aus Zitrusnoten, Kräutern, dem Zistrose-Harz, Lakritz- und Holznoten und begleitendem Wacholder zusammensetzt. Der weiche, milde Gin, der mit 43 % vol. abgefüllt wird, eignet sich hervorragend zum pur Trinken, kann aber auch als Gin Tonic oder Martini überzeugen.

Um die zarten Aromen zu schützen, hat sich Stefan Garbe für eine lichtundurchlässige und temperaturausgleichende Tonflasche entschieden, so wie sie traditionell für Genever verwendet wird. Moderner Gin meets traditionelle Verpackung, Hamburg meets Portugal, Wacholder meets Zistrose – Gin Sul schafft harmonische Verbindungen.

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2. COPPERHEAD GIN aus Belgien

Der „Alchemist’s Gin“, wie der Untertitel lautet, liegt uns nicht nur wegen eben diesem besonders am Herzen. Sondern auch wegen seines herrausragenden Geschmacks.

Benannt ist der COPPERHEAD nach einem gewissen Mister Copperhead, seines Zeichens Alchemist. Zeit seines Lebens war Herr Copperhead auf der Suche nach dem sagenhaften Elexir des Lebens. Ob die Suche schlußendlich erfolgreich war, wissen wir nicht. Auf dem Weg dahin, und als Ergebnis seiner zahlreichen Experimente ist auf jeden Fall etwwas heruasgekommen, was dem „Elexir des Lebens“ schon verdammt nahe kommt: Ein unvergleichlicher Gin, bestehend aus (wie erfrsichend simpel) lediglich fünf Botanicals: Angelikawurzel, Wacholder, Kardamom, Orangenschale und Koriandersamen.

Vielleicht gerade wegen der Einfachheit der Zutaten ein so genialer Tropfen. Ein fein würziger Gin, mit viel Frucht und kräuterigen Aromen. Der Wachholder ist deutlich präsent, aber nicht dominant. Wir empfehlen dazu ein Fever Tree mediterranean Tonic, oder für die Puristen ein knochentrockenes Schweppes extra dry.

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3. BEEFEATER 24

Seinen etwas ungewöhnlichen Namen verdankt der Beefeater den Wächtern des Towers in London: Beefeater, also „Fleischfresser“ ist der Spitzname, den die Bevölkerung dieser Garde gab. So ganz genau ist seine Herkunft nicht belegt. Vermutlich beruht er auf der Tatsache, dass die hochangesehenen Yeoman Warders, wie sie eigentlich heißen, als Leibwacher des englischen Königshauses mit teurem und proteinreichem Rindfleisch versorgt wurden, was wichtig war zum Erhalt ihrer Kräfte. Die arme Bevölkerung konnte sich das nicht leisten – Grund genug also für einen entsprechenden Spitznamen. Als James Bourrough 1820 seine Spirituose entwickelte, bei der er einem Getreidedestillat durch Kräuter und Gewürze einen besonderen Geschmack verlieh, fand er mit „Beefeater“ einen Namen, durch den die Verbindung des Gin mit seinem Herkunftsort London unterstrichen wird. Auch wenn die Fabrikation aus Expansionsgründen mittlerweile von Chelsea nach Kennington verlegt wurde, ist der Beefeater 24 ein original Londoner Dry Gin.

 

It’s Tea Time!
Master Destiller Desmond Payne entwickelte den Beefeater 24 und wusste mit seinen mehr als 46 (!) Jahren Erfahrung in der Ginherstellung eine perfekte mit eigenem Charakter zu entwickeln. 24 Stunden wird bei Beefeater mazeriert, daher der Name Beefeater 24. Neben Wacholder, Orangen- Grapefruit- und Orangenschale, Angelikawurzel und –saat, Mandeln, Koriander und Süßholz sind es ausgewählte chinesische und japanische Tees, die dem Beefeater 24 seinen Geschmack verleihen. Klare und typische Wacholder- und Zitrusnoten prägen ihn, doch die leicht süßen und würzigen Aromen der anderen Botanicals verleihen ihm einen warmen und sehr würzigen Nachklang. Seine besondere Reinheit und Frische verdankt der Beefeater 24 auch der Tatsache, dass der Destillationsprozess relativ früh abgebrochen wird, um die Vitalität des Destillats zu garantieren.

Der leicht ölige Beefeater 24, der in einer edel gestalteten 0,7 l Flasche daherkommt, wird besonders gerne für Gin & Tonic verwendet und ist mit seinen 45 % Vol. auch ein idealer Partner für Cocktails. Wer die „Königin unter den Cocktails, den klassischen Martini mag liegt mit diesem London Dry Gin ebenfalls genau richtig. Im Gin Tonic empfehlen wir ein Goldberg Indian Tonic Water dazu, auch eine interessante Nuance entwickelt der Beefeater zusammen mit dem MONACO Herbal Tonic auf Enzianbasis.

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(Bildquellen: www.facebook.com/ginsul www.facebook.com/BeefeaterGinGermany www.facebook.com/copperheadgin )

 

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